Apples erstes faltbares iPhone rückt näher – und neue Details zur Benutzeroberfläche zeigen, dass das Gerät eine interessante Mischung aus iPhone und iPad werden könnte. Laut einem aktuellen Bericht von Bloomberg wird das iPhone Fold im geöffneten Zustand eine iPad-ähnliche Oberfläche bieten, die erstmals echtes Multitasking auf einem iPhone ermöglicht.
- Das iPhone Fold ermöglicht erstmals echtes Multitasking mit zwei Apps nebeneinander im geöffneten Zustand.
- Das Gerät nutzt iOS statt iPadOS und verzichtet auf Face ID zugunsten eines Fingerabdrucksensors im Power-Button.
- Mit einem 4:3-Seitenverhältnis und iPad-mini-Größe soll es im September für rund 2.000 US-Dollar erscheinen.
Multitasking wie auf dem iPad – aber nur fast
Wenn das iPhone Fold aufgeklappt wird, soll die Benutzeroberfläche einem iPad ähneln und die gleichzeitige Nutzung von zwei Apps nebeneinander ermöglichen. Bislang unterstützte kein iPhone die parallele Darstellung mehrerer Apps – abgesehen von einfachen Bild-in-Bild-Funktionen. Viele Apps werden im geöffneten Zustand Seitenleisten auf der linken Seite des Displays zeigen. Entwicklerinnen und Entwickler sollen Werkzeuge erhalten, um ihre bestehenden Apps für die neue Oberfläche anzupassen.
Trotz der iPad-ähnlichen Funktionen wird das iPhone Fold weiterhin iOS nutzen, nicht iPadOS. Das bedeutet: Es wird nicht den vollen Umfang der Multitasking-Funktionen bieten, die auf dem iPad verfügbar sind, und keine bestehenden iPadOS-Apps ausführen können.
Ein Hybrid aus iPhone und iPad
Multitasking bezeichnet die Fähigkeit eines Betriebssystems, mehrere Apps gleichzeitig auf dem Bildschirm anzuzeigen und zu nutzen. Auf dem iPad können Nutzende beispielsweise zwei Apps nebeneinander öffnen und parallel damit arbeiten. Auf bisherigen iPhones war dies nicht möglich – das iPhone Fold soll diese Einschränkung erstmals aufheben.
Die Entscheidung für eine iPad-ähnliche Oberfläche ergibt Sinn, wenn man die Größe des Geräts betrachtet. Im geschlossenen Zustand soll das iPhone Fold einem herkömmlichen iPhone ähneln. Geöffnet erreicht es jedoch ungefähr die Größe eines iPad mini. Anders als die Konkurrenz setzt Apple auf ein breiteres Design mit einem Seitenverhältnis von 4:3 statt auf ein hohes, schmales Format.
Dieses breitere Display macht das iPhone Fold besonders nützlich für die Nutzung von Apps nebeneinander, zum Anschauen von Videos und für ähnliche Aufgaben, die man normalerweise mit einem iPad erledigt. Im geschlossenen Zustand wird das äußere Display wie ein Standard-iPhone aussehen und Apps anzeigen. Es verfügt über eine Punch-Hole-Frontkamera für Selfies, allerdings ohne Face ID. Stattdessen kommt ein Fingerabdrucksensor zum Einsatz, der in den Power-Button integriert ist.
Dynamic Island ohne TrueDepth-System
Interessanterweise wird der Kamerabereich trotz fehlendem TrueDepth-System weiterhin Dynamic Island-Funktionen für Live Activities und relevante Benachrichtigungen unterstützen. Apple testete zwar eine Kamera unterhalb des inneren Displays, entschied sich aber aufgrund schlechterer Bildqualität für die sichtbare Punch-Hole-Variante.
Auf der Rückseite wird das iPhone Fold über ein Dual-Kamerasystem verfügen. Ein Triple-Lens-System wie bei den Pro-Modellen ist aus Platzgründen nicht möglich.
Preislich in neuen Dimensionen
Mit einem erwarteten Preis von rund 2.000 US-Dollar wird das iPhone Fold das teuerste iPhone im Lineup 2026. Die Markteinführung ist für September geplant und markiert Apples Einstieg in den Markt faltbarer Smartphones – ein Segment, in dem Konkurrenten wie Samsung bereits seit Jahren aktiv sind.
Die Kombination aus iPad-Funktionalität und iPhone-Mobilität könnte das iPhone Fold zu einem einzigartigen Gerät machen, das eine neue Produktkategorie im Apple-Ökosystem etabliert. Ob sich das Konzept durchsetzt, wird sich zeigen, wenn Apple das Gerät im Herbst vorstellt.







